FEYNHEYT – eine feine Markenentwicklung für ein Modelabel aus Berlin-Moabit

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Wie alles begann – Der Wunsch von einem eigenen Geschäft im Kiez

Vor knapp 16 Jahren hatte Simone begonnen, ihre ihren Traum zu verwirklichen. Die Reise begann mit der Gründung ihres Unternehmens Modewerkstatt Seidel und nahm erste Formen an. Von zu Hause aus designte und nähte sie ihre ersten kleinen Kollektionen. Der Verkauf fand damals und bis heute auf Berlins wundervollsten Wochenmärkten statt. Mit der Zeit verlagerte sie ihre Arbeit in ihrer eigenen Modewerkstatt, mitten im Kiez von Berlin-Moabit. Sie gewann wundervolle Kundinnen und Kunden, die ihr bis heute loyal geblieben sind und ihre Mode sehr schätzen.

Simone Seidel – Modedesignerin aus Berlin-Maobit

Ein Unternehmen entwickelt sich – Von der Modewerkstatt Seidel zu einer kleinen feinen Marke im Kiez namens FEYNHEYT

Mit der Zeit, den ersten und folgenden Jahren, wurden wertvolle Erfahrungen gesammelt. Kleine Ideen wollen groß werden, sich weiterentwickeln und verändern. Der Wunsch nach einer Unternehmensentwicklung wurde immer stärker. Simone spürte, dass sie mehr sein wollte, als nur eine Modewerkstatt. Auch spürte sie, dass sie sich zeitgemäßer positionieren muss. Ihr kleines Unternehmen befand sich in einem stark umkämpften Marktsegment. Große Modeketten, Onlineshops und auch die lokale Konkurrenz waren mehr als Präsent. Die Zeit wurde in den letzten 10 Jahren extrem schnelllebig und digitaler. Konsumenten wurden mit massivem Cross-Channel-Marketing in die Versuchung geführt, 24/7 zu kaufen 🤪. Dabei ging der Blick auf die kleinen Läden im Kiez mehr und mehr verloren.

Simone erkannte es, sie wollte sich weiterentwickeln und für eine sichtbare Wiedererkennung in ihrem Kiez und auf den Wochenmärkten sorgen. Dabei wollte sie ihren Fokus nicht verlieren und sich noch bewusster mit ihrer Zukunft als lokale Modedesignerin beschäftigen. Es war Zeit für mehr Klarheit und Substanz und für eine zukunftsorientierte Veränderung.

Wie wir Simones Wunsch nach Klarheit und Substanz unterstützt haben – Unsere Corporate Identity Strategie

Wir wollten ihr Unternehmen zu neuem Glanz verhelfen. Die kleine Modewerkstatt zu einer lokalen Marke entwickeln. Mit einem Branding, das für eine klare und selbstbestimmte Identität steht. Mit einer ganzheitlichen Strategie, womit sie heute, morgen und in Zukunft Freude an ihrem neuen Unternehmensauftritt und als zukünftige Marke hat. Eine Strategie, die zu ihr, ihren Produkten und letztendlich zu ihren Wunschkunden passt. Jetzt waren wir am Zug und sollten Simones Unternehmen transformieren. 

Wir besuchten ihr kleines Geschäft, schauten bei ihrem Marktstand am Kollwitzplatz in Berlin Prenzlauer Berg vorbei und betrachteten ebenfalls ihren digitalen Unternehmensauftritt – sowohl die Website, als auch die Social Media Kanäle. Wir machten Fotos vor Ort und Screenshots von ihrer Onlinepräsenz, sammelten alle realen und digitalen Eindrücke. Wir analysierten ihr lokales Umfeld und ihr Unternehmen. Wie positioniert sich die Konkurrenz und Simone mit ihrer Modewerkstatt. Mit welchen Werten wird das Unternehmen gelebt und nach außen dargestellt. Wie Waren das wirklich die einzigen potenziellen Käuferinnen oder ist da noch mehr. Dem wollten wir bei der späteren Kundensegmentierung ebenfalls auf den Grund gehen.

Wie ihr seht, Fragen über Fragen, auf die wir aber auch Antworten gefunden haben. In den nächsten Absätzen wollen wir euch den Weg einer Corporate Identity Strategie anhand dieses Projekts veranschaulichen.

Die Unternehmensphilosophie – Der Charakter eines jeden Unternehmens

Wir wollten Simones Merkmale, Ihre Eigenschaften als Mensch verstehen. Dabei nutzen wir eines unserer sehr liebgewonnenen Tools, das Werterad. Denn Werte sind das, was uns antreibt und unser WARUM definiert. So begannen wir Simone besser kennenzulernen. Wir bekamen nicht nur ihre Werte mitgeteilt, sondern auch erklärt wofür diese stehen. Anhand ihrer Angaben begannen wir mit der ersten Analyse ihres damaligen Corporate Designs und ihrer Kommunikation. Mit Hilfe des Werte-Audits konnten wir erste Schwächen und nicht genutzte Chancen entdecken und ihr aufzeigen. Für Simone ein wichtiges Aha-Erlebnis.

Das Unternehmensleitbild – mit starken Werten zu Deiner Vision und Mission

Mit den Werten beginnt ein weiterer Schritt in Richtung Markenentwicklung. Nun wussten wir, wie sie fühlt und wonach sie strebt. Ihr Inneres als Mensch und Unternehmerin ist uns offenbart und hier schlagen wir die Brücke zu der weiten Welt, besser gesagt zum Kiez. Unsere Aufgabe bestand darin, ihr tief verwurzeltes Bestreben nach außen kenntlich zu machen. Im engen Austausch mit ihr, arbeitete wie an der Vision und der Mission ihrer zukünftigen Marke. Mit Hilfe des Tools Golden Circle von Simon Sinek bauten wir Ihre Botschaft von innen nach außen aus.

Das Warum wurde definiert, es bekam eine sehr starke Tiefe, denn es war der Kern Ihres zukünftigen Unternehmensleitbildes. Aus dem Kern heraus, ließ sich das Wie gestalten, was soviel wie der Weg zum Ziel darstellt, ihre Mission. Nun wurde alles klarer und ergab mehr und mehr Sinn. Mit diesen Ergebnissen konnten wir auch schon die ersten Ideen für Ihr zukünftiges Motto skizzieren. Wir hatten eine Ahnung, wohin die Reise mit Simone gehen sollte. Doch hierzu später.

Die Kundensegmentierung – Potenziale im Markt mit Buyer Personas sichtbar machen

Produkte müssen Absatz finden, an die lokalen Kunden im Kiez verkauft werden. Dafür muss uns klar werden, wer überhaupt die Kunden sind. Wie oben beschrieben, sind wir dabei eine zukünftige Marke zu entwickeln. Wir müssen alle Stärken und Schwächen sowie auch alle Chancen und Risiken reflektieren. Uns war in der Arbeit klar, dass hier eine Kundensegmentierung nicht vollständig vorgelegen hat. Hier lag zu oft der Fokus auf die Stammkunden, doch war das Potenzial in ihrem Markt weitaus größer.

Jeder Käufer ist mit seinem Bedürfnissen und Wünschen einzigartig und stellt grundsätzlich einen einzelnen potenziellen Markt dar. So dass wir ahnten, dass diverse Kundinnen gefallen an Simones Mode haben könnten, aber mit ihrem damaligen Unternehmensauftritt nicht die richtigen Signale senden konnte. Unsere Aufgabe bestand darin, diese Käufer zu unterteilen und sichtbar zu machen und den gemeinsamen Nenner herauszustellen.

So gestalten wir drei wesentliche Käufergruppen anhand von Buyer Personas, die typischen Vertreterin dieser Käuferinnen. Das Ergebnis war für Simone verblüffend, da sie in ihrem Markt durchaus mehr Potenziale hatte, aber nicht erkannte. Teilweise ist sie mit Ihrer Modekollektion noch im Nischenmarkt vertreten, doch konnten mehr Zielgruppen ausfindig gemacht werden. Die demographischen, psychographischen und verhaltensorientierten Merkmale wurden beschrieben und exemplarischen mit Wunschkundinnen visualisiert.

Die Positionierung – Produktnutzen trifft auf Käuferinnen

In meinen Augen eines der schwierigsten Disziplinen im Bereich der Markenentwicklung. Ohne eine treffsichere Positionierung ist das zukünftige Branding und Marketing wenig erfolgversprechend. Es spielt eine essentielle Rolle, da das auch Auswirkungen auf die anderen Disziplinen, wie Naming, Claiming und das Corporate Design hat. Typo, Farben und Logo sind ein weiteres sichtbares Ergebnis , welches nach der eindeutigen Positionierung folgt.

Doch was ist genau eine Positionierung? Nach David Ogilvys ( einer der bekanntesten Werbetexter und Werbeagenturgründer ) Definition der Positionierung lautete kurz:  „Was das Produkt leistet – und für wen.“ Ein kleiner Satz, eine große Herausforderung. Auch hier gibt es helfende Tools, die wir nutzten, um den zukünftigen Unternehmensauftritt von Simone gegenüber den Mitbewerbern zu differenzieren.

Und darum geht es letztendlich: Differenzierung. Einfach anders sein, als die anderen und eine Wiedererkennung und zu guter Letzt einen Kaufgrund für die Produkte zu erreichen.

Wir entschieden uns für die Positionierungsspinne. Wir hatten im ersten Schritt mehr Wettbewerbsvorteile erkannt und wollten diese mit den Mitbewerbern abgleichen, um ganz zum Schluss einen klaren alleinigen Wettbewerbsvorteil herauszuarbeiten. Es war eine starke und sehr schöne Zeit und wir konnten mit Stolz Simone unser Ergebnis präsentieren.

Im selben Atemzug war FEYNHEYT geboren. Einen passenden Namen zu finden und ggf. auch hierzu das Claiming, darüber erzähle ich euch im nächsten Blogbeitrag.

Der neue Name – FEYNHEYT

Nach dem Simone mit dem Ergebnis sowas von zufrieden und die Begeisterung und Ungeduld kaum noch zu bremsen war, ging es an die Visualisierung ihre Unternehmensauftritt, dem Corporate Design.

Das Corporate Design – Mit Schrift und Farben die Wiedererkennung verstärken

Wie schön es sich anfühlt, wenn Logo und Design miteinander harmonieren. Nach diesem Gefühl wollten wir für Simone einen neuen Unternehmensauftritt, ein individuelles und ganzheitliches Corporate Design entwickeln, das verzaubert und positive Assoziationen bei ihren Kundinnen hervorruft.

In der kreativen Phase der Konzeptionierung arbeiteten wir mit Moodboards, um uns visuell dem Gefühl ihrer Marke anzunähern. So entwarfen wir Schriften, Farben und das Logo. Simone bekam von uns im anschließenden kreativen Prozess drei verschiedene Logo-Vorschläge inklusive drei verschiedener Gestaltungsrichtungen.

Am Ende dieser wundervollen Reise stand ein ganzheitlich ausgearbeitetes Corporate Design, inklusive Typografie, Farbpalette & grafischen Gestaltungselementen sowie ihr neues feines Logo fest und bereit, in die weite Welt des Kiezes gestreut zu werden.

FEYNHEYT – Etikett
FEYNHEYT – Visitenkarte
FEYNHEYT – Webdesign

Simones 5 Sterne Feedback auf Google – Unverfälscht, von ganzem Herzen, wertgeschätzt

Meine feinen Kleidungsstücke brauchten mehr Sichtbarkeit, Wertschätzung im Kiez und den sozialen Medien. Ein neues Branding war notwendig.Mit Kiezistgold war ich genau richtig. Ihnen liegt die lokale Sichtbarkeit und der Erhalt der Lokale im Kiez am Herzen. Deshalb haben sie es sich zur Aufgabe gemacht die kleinen Läden mit ihrer Arbeit sichtbarer zu machen. Ich wertschätze sehr Ihre persönlichen Gespräche und ihr eintauchen in ein Projekt. Nur so war es möglich auch meine Reise für mein kleines Unternehmen in die richtige Richtung zu lenken, meine Ziele auch für mich sichtbarer zu machen! Vielen Dank für die wirklich wertvolle und wertschätzend Arbeit !!! Kreativ & aktiv !!!

Simone von Feynheyt

Ich hoffe das euch der kleine Einblick in unsere Arbeit gefallen hat. Selbstverständlich spiegeln die Zeilen nicht jedes Detail wider, das würde den Rahmen sprengen. Wer von euch gerne mehr erleben und erfahren möchte, darf unsere Services gerne nutzen. Schreibe uns ganz einfach an 😉

Euer Alajdin von KIEZISTGOLD

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Alajdin

Alajdin ist ein leidenschaftlicher Marketingexperte und steht für gesellschaftliche Verantwortung. Er liebt und brennt für zukunftsweisende Projekte und verantwortungsvolle Brands, die die Welt besser machen. Seine Marketingstrategien baut er auf wertschätzende und nachhaltige Konzepte auf. Wie sagt er so schön: "Mein Marketing ist so goldig wie unsere Kieze."

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